Molière (1622-1673, eigentlich Jean-Baptiste Poquelin)

Der Meister der französischen Komödie sollte zuerst wie sein Vater
Kammerdiener bei Ludwig XIII. werden. Am Hof lernte er 1642 die
Schauspielerin Madeleine Béjart kennen, gründete mit ihr das
"Illustre Théâtre" und reiste nach Bankrott und Schuldhaft 13 Jahre
lang mit seiner Truppe durch die französische Provinz.

1658 wurde er von Ludwig XIV. angestellt, dem sein "Docteur
amoureux" gefallen hatte. Von da an schrieb er pro Jahr zwei neue
Lustspiele, schließlich 32 an der Zahl, darunter "Der Misantroph",
"Tartüff" und "Der Geizige". "Die Erzwungene Hochzeit" (Sganarelle)
erschien 1660.
Molière betätigte sich nicht nur als Stückeschreiber, sondern führte
auch selbst Regie und spielte die Hauptrollen in seinen Stücken.
Sein letztes Stück "Der eingebildete Kranke" scheint er sich selbst
auf den Leib geschrieben zu haben. Bei der vierten Vorstellung
brach der schwer lungenkranke Molière sterbend auf der Bühne
zusammen.
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